R3CICLO – Projeto Produto

Hier mal wieder  etwas von meinem Studium.

Einen Kurs den ich belegt habe war der Produkt Design Kurs. Die Aufgabe war es ein Produkt zu entwickeln für eine Firma die Metall verarbeitet. Nach den ersten Überlegungen und Ideen haben wir im Einverständnis mit unserem Prof. haben wir unseren Fokus nicht auf ein Produkt sondern auf ein ökologisches Konzept bzw. ein System gelegt.
Also haben wir begonnen ein ökologisches Produktsystem zu entwickeln. In dem System waren nicht nur Energiesparmaßnahmen oder Reduktion von Rohstoffen verankert sondern auch noch eine soziale Komponente.
Jedoch warfen unsere Nachforschungen bald ein großes Problem auf. Das System funktioniert nur solange der Verbraucher/Nutzer auch den Müll trennt bzw. recycelt. Hier in Brasilien macht das so gut wie niemand da er keine Vorteile davon hat.
Also konzentrierten wir uns auf unsere Zielgruppe (Geeks) und entwickelten ein Produkt was diese Leute dazu animieren sollte den Müll zu trennen.
Wir entwickelten einen Mülleimer (sehr naheliegend) der den Mario-Boxen ähnelt. Wenn man mit genug Kraft gegen den Mülleimer tritt hört man dank einer kleinen Glocke das „Pling“ der Münzen und der Mülleimer öffnet sich. Um dies in der Präsentation zu verdeutlichen habe ich eine Animation angefertigt. Alles in Alleinarbeit an 2 Nachmittagen und einer durchgearbeiteten Nacht -__-.

Advertisements

9 Antworten zu “R3CICLO – Projeto Produto

  1. Ich bin ehrlich beeindruckt. Das sieht wirklich nach einem coolen Konzept aus. Bringst du die Mülleimer zurück nach Deutschland? 😀

  2. Ne super Idee und ich bin ganz Jörns Meinung unbedingt mitbringen ^-^

  3. So ein Ding macht in der Küche nen verdammt schmalen Fuß. Mario-affine Leute hätten an dem Aussehen und Sound bestimmt ihren Spaß. Und du hattest ja anscheinend auch viel Motivation beim Design, wie dein Arbeitspensum zeigt. Das finde ich wirklich bewundernswert, gerade bei Auslandsaufenthalten ist das ja nicht selbstverständlich. Hoffe trotzdem, dass dir noch viel Zeit für Dschungeltouren und andere Aktivitäten mit deinen Freunden bleibt.

    Wie ist das eigentlich bei den Dingen, die ihr entwerft? Könnt ihr die Prototypen hinterher behalten oder bleiben die im Besitz der Uni? Ansonsten brauchst du dir wohl bald auch keine Gedanken mehr um Inneneinrichtung machen, wenn du zurück nach Deutschland kommst 😉

    Noch ein paar Gedanken zu deinem Mülleimer:
    Unter rein praktischen Gesichtspunkten würde mich noch sehr interessieren, ob die tatsächliche Größe beim fertigen Produkt anders wäre (sonst wäre der Mülleimer für die Küche wohl etwas klein) und ob er abwaschbar ist (macht man sich als Designer um solche Sachen wie Material Gedanken?).

    Von der Idee her betrachtet: So schön der Mülleimer auch ist, bin ich mir nicht sicher, ob er die Funktion, die du in deiner Animation zeigst, auch wirklich erfüllt:
    Ich frage mich, ob es wirklich sinnvoll sein kann, Leute zum Wegschmeißen von Dingen zu bewegen (das ist ja die Idee, Spaß wirkt als Verstärker für ein best. Verhalten, nämlich den Mülleimer zu öffnen, wenn ich dich richtig verstehe). Beim Recycling geht’s (auf der Consumer-Seite) doch eigentlich ums Gegenteil, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was man so wegwirft und dadurch Müll zu vermeiden.
    Vielleicht wäre es unter diesen Gesichtspunkten sinnvoller, die Leute für richtiges Trennen zu „belohnen“, wenn sie z.B. die Dose / den Kafeefilter in den richtigen Behälter entsorgen?

    Viel Erfolg bei deinen Projekten und schöne Grüße aus dem fernen Osten 😉
    Ando

    • Hi,

      danke der Mülleimer wurde auch für diese Zielgruppe entwickelt. Und deine Kritik freut mich denn es bedeutet dass du dir wirklich Gendanken darüber gemacht hast. Lass mich aber auf ein paar sachen Antworten die ich oben nicht genannt habe.
      Die Größe bezieht sich auf die Müllbeutel die hier benutzt werden. In der Regel sind das die Einkaufstüten die man hinterhergeworfen bekommt.
      Über Material, Form, Farbe, Semiotik, Konstruktion, Produktion, Kosten, Marketing, Vertrieb, Nutzen und am Schluss das Recyclen des Objektes sollte ein Designer sich zumindest Gedanken machen.
      Zum Recyclingverhaten hier in Brasililen kann man nur sagen, dass es in den Kinderschuhen steckt. Die 3R (Reduce, Reuse, Recycle) sind hier weitestgehend unbekannt. Deshalb haben wir uns auf das, für den Verbraucher, einfachste der 3R konzentriert.
      Den Müllsammlern (nicht die Müllabfuhr) ist schon geholfen wenn der Müll nach organischem Müll und recycling Müll getrennt wird. Diesen Recycling Müll können sie sammeln, trennen und später an den Recyclingstationen wie EcoCidadao verkaufen.
      Mit einem Objekt was in der Küche rumsteht die Welt zu verändern ist illusorisch, das wissen wir auch. Jedoch ist dies ein erster Schritt in die richtige Richtung. Weg vom 1-Mülleimer-System hin zu 2-Mülleimer (später vielleicht mehr). Bei 2 Eimern muss der Nutzer sich schon Entscheiden welchen der Mülleimer er benutzt, was wieder bedeutet das er darüber nachdenken muss welche Art von Müll er gerade produziert. Dies schafft zumindest einen gewissen Grad an Aufmerksamkeit auf das Problem.

      Hmmm war länger als ich erwartet habe….

  4. deine Mutter war begeistert – nur bei mir haperts mit der Sprache

  5. Pingback: Silvester in Porto Belo – Tag1 | Guidos Auslandssemester

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s