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Ilha do Mel – die Honiginsel

Nachdem wir die Nacht in Morretes verbracht haben machten wir uns kurz vor 8 Uhr auf zum Bus. Der Morgen fing so an wie der vergangene Tag aufgehört hat. Es hat geregnet. Zum glück aber nur schauer und wir waren froher Hoffnung das sich das Wetter bessert bis wir zur Insel ankommen.

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Am Bus mussten wir uns leider von Emily verabschieden da sie noch an diesem Tag zurück nach Curitiba musste. So begann dann unsere kleine Odysse zur Insel. Mit dem ersten Bus ging es zum Busbahnhof von Morretes. Von dort nach einer halbe Stunde warten ging es weiter nach Paranagua. Dort mussten wir dann am Busbahnhof  bis 11:30 auf einen Bus nach Pontal do Sul warten. Bis der Bus dann endlich angekommen ist hatte sich schon eine recht lange Schlange an Menschen gebildet. Somit war der Bus als er den Busbahnhof (Endhaltestelle) verlassen hat schon sehr voll. Liz und ich konnten aber noch einen Sitzplatz ergattern. Dann hat sich etwas ergeignet was mir überhaupt nicht gefallen hat. Der Bus war schon sehr voll aber da es ein regulärer Stadtbus ist hält er noch an mehreren anderen Haltestellen. Es gibt jedoch eine maximal zugelassene Anzahl an Personen für den Bus. Zuviele Personen darf der Bussfahrer nicht befördern. An einer Haltestelle auf halber Strecke war dann die Maximalkapazität erreicht aber es wollten noch mehr Personen einsteigen. Die Personen die zu viel waren haben sich geweigert auszusteigen und  die Türen blockiert. Dadurch konnte der Bus nicht weiterfahren. Busfahrer und Ticketverkäfer haben es nicht geschafft die Personen (1 Ehepaar mit 2 jugendlichen Mädchen) aus dem Bus zu entfernen. Sie haben sich aber auch kaum die Mühe gemacht. Jeoch brachte dies verständlicherweise den Unmut der Personen im Bus hinter der Absperrung des Ticketverkäfers auf sich. 28°C Außentemperatur dazu ein voller Bus und auch noch ab und zu Sonne war aber auch kein Zuckerschlecken. Das ganze zog sich dann ca. 20-30 minuten mit viel Geschrei und Gezänk bis dann endlich die Polizei auftauchte. Ich bin nicht ganz überzugt von der Polizei hier. Es waren 5 Polizisten die alle einen sehr gelangweilten (aber sehr coolen, wegen Sonnenbrille, Schutzweste und Shotgun) Eindruck machten. Diese 5 Polizisten brauchten dann nochmal knapp 10 Minuten um die sehr eindeutige Situation zu klären. Mit einer hübschen Verspätung kamen wir dann endlich in Pontal do Sul an. Wir haben direkt die Bustickets für die Rückreise nach Curitiba gekauft und haben uns dann auf den Weg zu den Fähren gemacht. Dort mussten wir zum Glück nicht lange auf das nächste Boot warten aber es hatte leider angefangen heftig zu regnen. Nach nur 30 Minuten Überfahrt waren wir endlich auf der Insel. Dort angekommen haben wir beschlossen trotz Regen den Leuchtturm zu besichtigen. Die Insel ist sehr schön, es gibt keine Autos und keine richtigen Straßen. Zudem hat die Regierung Neubauten auf der Insel verboten wodurch es keine großen Hotels dort gibts sondern nur kleine Strandhütten. Nach 2Km Wanderung durch den Wald der Insel sind wir am Leuchtturm angekommen. Mitlerweile hatte es auch wieder aufgehört zu regnen. Vom Leuchtturm aus hat man einen sehr guten Überblick über die Insel und trotzt recht bedecktem Wetter war es sehr schön. Nach der Besichtignung des Leuchtturms haben wir etwas gegessen und sind dann zum Strand. Es gibt auf der Insel eine ganz dünne Stelle an der man quasi nur Strand hat. Dort habe ich eine 360° Aufnahme von der Insel gemacht. Die restliche Zeit die wir dann noch hatten haben wir am Strand verbracht. Zu unserem Glück ohne Regen sondern mit Sonne. Erst auf unserem Rückweg wurde das Wetter wieder schlechter. Es war ziemlich Eindrucksvoll auf einem schwankenden Boot zu sein und hinter einem eine Gewitterfront mit Blitzen zu sehen. Als das Gewitter aber so richtig losging waren wir schon im Bus auf unserer Rückreise nach Curitiba. Gegen Mitternacht sind wir dann bei mir angekommen und glücklich aber ziemlich müde ins Bett gefallen.

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2 Antworten zu “Ilha do Mel – die Honiginsel

  1. Warum heißt die Insel denn Honiginsel? Gab’s da den guten Krupnik? ; )
    Schöne Fotos!

    • Es gibt anscheinend keine eindeutige Quelle die belegt wieso die Insel Honiginsel heißt. Sie wurde aber wohl auch mal Wahlinsel genannt. Folgende Vermutungen gibt es:

        • früher gab es dort eine Mandiokmehl Mühle geleitet von deutschen Mehl->Mel
          Honig wurde dort produziert von Indios oder Seefahrern
          Queqsilberhaltiges Süßwasser welches vorhenden ist auf der Insel zusammen mit Salzwasser bekommt eine honigartige Farbe
          irgendwas mit einem Admiral Mehl nach dem 2. Weltkrieg
    • Viel wichtiger ist aber, hab ich noch Krupnik ?