Archiv der Kategorie: Leben

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Coxinha !!!

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Hier mal wieder etwas aus dem Leben in Brasilien.
Am Freitag hab ich nicht mehr ausgehalten und bin nach langer Abstinenz mal wieder Coxinha essen gewesen.
Coxinha sind ungefähr faustgroße birnenförmige Snacks. In der nähe von meiner Wohnung gibt es ein Casa de Coxinha (Haus der Coxinha) die Coxinhas mit vielen verschiedenen Füllungen anbieten. Der Klassiker ist… Weiterlesen

Frohe Weihnachten

An dieser Stelle wünsche ich allen eine frohe Weihnacht.
Hier ein kleines Video welches ich vom Kinder-Weihnachtschor in Curitiba gemacht habe. Ich hoffe es gefällt euch.

Zur Weihnachtszeit gibt es in Curitiba auf der Rua XV de Novembro an bestimmten Tagen eine Weihnachtsshow. Hier ein paar Ausschnitte. Leider habe ich das Finale mit Feuerwerk nicht mehr aufnehmen können da der Akku der Kamera am Ende war.

Weihnachtliche Grüße aus dem sommerlichen Curitiba,

Guido

Öko-Bag

Gerade ist mir etwas witziges im Supermarkt passiert. Um genauer zu sein war es an der Kasse.

Vorweg muss ich erklären das die Brasilianer nicht sehr umweltbewusst Einkaufen. Alles was man kauft wird von der Kassiererin  in kleine (wirklich kleine) Plastiktüten gepackt. Das gilt hier als Service und wird auch erwartet. Und je weniger in eine Plastiktüte gepackt wird desto mehr Service ist das. Also sieht man häufiger Leute mit 30 halb vollen Plastiktüten aus dem Supermarkt laufen.
Es gibt auch Öko-Bags (Jute Beutel) aber die nutz kaum einer. Wie selten die genutzt werden zeigt was mir passiert ist.

Ich nutze zum Einkaufen immer einen Einkaufsbeutel den ich aus Deutschland mitgebracht habe. Heute geh ich wie immer an die Kasse und lege den Beutel und meine Einkäufe auf den Tresen. Während ich nach meinem Geld krame, sucht die Kassiererin nach dem Preis an meinem Einkaufsbeutel.
Ich bemerke dies und sage :,, Oh nein, das ist mein eigener Einkaufsbeutel.“
Daraufhin macht die Kassierin große Augen und bekommt einen etwas verschreckten Gesichtsausdruck. Sie hält mir wieder den Beutel hin und entschuldigt sich mehrere male. Dies hatte mich nun etwas überrascht. Also versuchte ich es nochmal. Ich gab ihr den Beutel und sagte:,, Alles Ok, dies ist mein Einkaufsbeutel für meine Einkäufe.“
Langsam dämmerte es der (doch etwas langsamen) Kassiererin. Sie schaute auf die Einkäufe, auf den Beutel und wieder auf die Einkäufe. Fing danach wieder an zu lächeln und fing an die Sachen über den Scanner zu ziehen und danach einzupacken.

Ende gut, Alles gut.

Kleines Update

Hallo zusammen,

ich hab mal wieder schlechte Nachrichten. Meine Verbindung zum Internet in meinem Apartment ist mal wieder quasi nicht vorhanden. Ich kann e-mails empfangen und manchmal auch über skype telefonieren. Aber aus irgendeinem Grund blockt der Router alle Internetseiten. Den Techniker verpasse ich in regelmäßigen Abständen da mir niemand sagen kann wann er kommt, bzw. er nur sehr selten kommt da er aus einer anderen Stadt ist (wie schlau). Und meine Vermieterin weiß natürlich nicht die richtigen Proxy Einstellungen.

Also hier mal wieder was so passiert/ passiert ist. Zur Zeit bin ich beschäftigt mit meinen Projekten und meiner Arbeit. Zudem helfe ich einer Freundin eine Animation für ihre Abschlussarbeit zu machen.
Glücklicherweise gibt es keinen normalen Unterricht diese Woche. Die Uni feiert 35 Jahre Design an der UFPR und es gibt die ganze Woche Vorträge von Designern und Profs. über verschiedene Arbeiten oder Events. Einige davon werde ich mir auch ansehen.

So, das wars erstmal von mir. Wenn ich ein paar Sachen fertig hab werd ich die  natürlich posten.

Grüße,

Guido

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Wahlkampf

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Vor 2 Wochen waren Wahlen in Brasilien. Der Wahlkampf hier läuft etwas anders ab als ich es in Deutschland gewohnt bin.
Generell ist er sehr agressiv und Aufdringlich. Weiterlesen

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Arbeit und dann Konzert

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Am Sonntag habe ich mich mit meinen Kommilitonen getroffen um an unserem Projekt zu arbeiten. Generell ging es nur darum nochmal zu besprechen was wir dem Professor präsentieren und was wir fragen. Das ganze haben wir mit einem Picknick im Park kombiniert. Es war zwar kein schönes Wetter aber es war auch nicht kalt. Als wir im Park angekommen sind stellten wir fest das an dem Tag auch ein Nu-Jazz Konzert dort stattfindet. Ein netter Zufall den wir nach unserer Arbeit auch ausgenutzt haben. Weiterlesen

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Mein Apartamento

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Auf Wunsch einiger hier ein paar Einblicke wo und wie ich lebe. Den Ausblick aus meinem Zimmer konntet ihr ja schon in meinem ersten Post bewundern [hier].
Nun aber mal die Ansicht von innen. Mein Zimmer, Flur, Wohnzimmer und Küche. Es ist nichts besonderes aber für ein paar Monate geht das.

Grüße

Guido
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Fala ingles..?

Ich wurde von … ich glaube, Wolfgang gefragt wie meine ersten Wochen so waren und was ich alles erlebt habe hier mit den Behörden.
Hier also ein kleiner Rückblick auf meine „lustige“ Registrierung bei der Polizei.

Nachdem ich endlich mein Visum in Deutschland bekommen hatte wurde mir gesagt, dass ich mich innerhalb meiner ersten 3 Wochen in Brasilien bei der Policia Federal registrieren lassen muss. Wo die Policia Federal ist muss ich dann schon selber herausfinden denn mehr Informationen gibt es nicht.
In Brasilien konnte mir dann keiner meiner brasilianischen Freunde wirklich weiterhelfen (naja sie mussten sich auch nicht registrieren lassen). Zum Glück war noch ein Student aus Köln da der mir zumindest erklären konnte wo ungefähr die Polizei ist und was mich so erwartet. Selbst diese ungefähren Angaben waren schon sehr hilfreich denn es ist nicht wirklich sehr einfach.

Zuerst muss man die Policia Federal finden. Die Station ist etwas außerhalb von Curitiba deshalb fährt man mit dem Express-Bus zur Endhaltestelle (ca. 30 minuten). Von dort aus nochmal 5 Minuten Fußweg und man ist da. Innerhalb des Gebäudes muss man erstmal raten wo man hin muss (nein keine Schilder). Wenn man eine lange Schlange an wartenden Menschen sieht ist man richtig.
Also anstellen und warten bis man dran ist. 10 Minuten später erfährt man dann zu welcher Tür man gehen muss.
An dieser steht dann auch ein kleines Schild welches das Büro als Büro für estrangeros (Ausländer) ausweist. Dort darf man dann eine Nummer ziehen und wieder warten.

Als ich endlich an der Reihe war, war meine erste Frage:“Fala ingles?“ – „Sprechen sie Englisch?“ Man kann nicht vorraussetzten, dass in den Behörden auch Englisch gesprochen wird. Zwar lernen die meisten Englisch in der Schule aber benutzen es nie und vergessen es deswegen wieder. Da es aber ein Büro für estrangeros ist sprach die nette Dame zum Glück ein ganz gutes Englisch. Sie kontrollierte erstmal alle meine Papiere und gab mir dann „Hausaufgaben“ auf. Die sollte ich machen und dann nochmal wiederkommen.(wie toll)

  • Ein Formular ausfüllen mit Angaben über meinen Wohnort
  • eine Kopie aller meiner beschrifteten Seiten des Reisepass
  • Fotos von mir im Format 3×4
  • Gebühren bezahlen
  • Die ersten 3 Sachen waren noch recht einfach zu erledigen. Spannender und kostspieliger waren aber die Gebühren. Um die Gebühren zu bezahlen muss man erstmal auf der Internetseite der Policia Federal die Seite für die Gebühren aufsuchen. Mit der richtigen Nummer (die man auf einem kleinen Zettel notiert bekommt) logt man sich ein und sucht dann das richtige Formular aus. Dieses muss man dann noch 2 mal Ausdrucken.
    Mit einem Ausdruck geht man dann zu einer Bank. Dort heiß es dann wieder Nummer ziehen und warten. Man gibt den Zettel ab zusammen mit dem Geld (250 R$ glaub ich). Man bekommt ein Quittung die man auf keinen Fall verlieren darf.

    Eine Woche später bin ich dann mit allen Sachen wieder zur Policia gefahren. Nach Nummer ziehen, warten, „Fala ingles?“ und Dokumente aushändigen wurde mir gesagt, dass ich noch eine Gebühr zu zahlen habe. Dies hätte ich auch mit der ersten schon zusammen erledigen können aber das wurde mir nicht gesagt. Zum Glück gibt es in der Polizeistation eine Bank und ich konnte dort bezahlen. Nachdem sie nun alles Andere hatten wurden nun auch noch Fingerabdrücke von mir genommen. Mit einer Rolle wurden alle meine Finger (ja wirklich alle) mit Tinte angemalt und dann auf ein Blatt Papier gepresst. Der Daumenabdruck wird sogar zwei mal genommen.
    Nachdem dies Prozedur vorbei war habe ich einen kleinen Papierzettel bekommen mit meinem Foto drauf. Dies ist mein vorläufiger Ausweis. Mir wurde gesagt, dass ich irgendwann Post von der Polizei bekommen würde wenn mein richtiger Ausweis fertig ist. Dann dürfte ich ein drittes mal zur Polizei Fahren und meinen Ausweis abholen.

    Post habe ich bis jetzt nicht bekommen und laut Aussage von dem anderen Studenten aus Köln wird das auch nicht geschehen.

    Grüße,

    Guido

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    Reibekuchen oder bollo ralado

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    Endlich,
    Mari hat es es geschaft die Gruppe die Köln besucht hat wieder an einen Tisch zu bringen. Zu diesem Anlass hab ich mich bereit erklärt Reibekuchen zu machen. Gesagt getan, es wurde eingekauft und Reibekuchen… Weiterlesen

    Die Mensa

    Hier mal ein wenig vom allgemeinen Studentenleben.
    Nicht immer aber doch recht oft gehe ich in die Uni Mensa. Die Mensa ist glücklicherweise direkt neben der Uni. Hier in Curitiba nennen sie die Mensa RU, gesprochen „Errhi-Uh“, was die Abkürzung für Restaurante de Universidade ist.
    In der RU kann man für 1,30R$ (0,60€) soviel essen wie man will. Der Andrang ist Mittags meist so groß, dass die Warteschlange um den halben Häuserblock geht. Das Essen ist eigentlich immer das gleiche, es gibt kein Menü zum auswählen. Es gibt immer Reis mit Bohnen, Salat und irgendein Gemüse. Was wechselt ist die Fleischbeilage. Allerdings bekommt von der Fleischbeilage nicht soviel wie man will.
    Es sieht ein wenig wie Gefängnisessen aus und schmecken tut es auch nicht besonders, aber es ist wirklich billig. Zum Glück gibt es genügend andere Restaurants rund um die Uni in denen man für ca. 4€ gut essen kann.

    Mahlzeit,

    Guido